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Katzenkrankheiten

Es gibt verschiedene Katzenkrankheiten, gegen einige werden die Katzen geimpft, bei anderen gibt es keine vorbeugenden Behandlungen.

Es gibt GEN-Tests für : genetische Blutgruppe, Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Pyruvatkinase Defizienz (PK), Spinale Muskelatrophie (SMA) und polyzystische Nierenerkrankung – PKD

 

Die polyzystische Nierenerkrankung – PKD

ist eine weit verbreitete Erbkrankheit, die Perserkatzen und deren Abkömmlinge betrifft. Rund 38 % der Perserkatzen weltweit leiden an dieser Erkrankung, was einen Anteil von 6% an der Gesamtkatzenpopulation ausmacht. Die PKD kann somit als bedeutendste vererbte Erkrankung bei der Katze angesehen werden. Sie führt neben der Bildung von Zysten in Leber und Bauchspeicheldrüse zur Bildung von flüssigkeitsgefüllten Zysten in der Niere, die letztendlich das Nierenversagen verursachen, das zum Tode einer betroffenen Katze führt. Die PKD tritt im jugendlichen Alter der Katze auf. Die Diagnose mittels Ultraschall kann frühestens mit dem Auftreten erster Krankheitserscheinungen im Alter von ca. 8 Monaten gestellt werden.

 

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

ist eine durch eine konzentrische Hypertrophie des Ventrikels gekennzeichnete Erkrankung des Herzmuskels. Die HCM ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen. Wesentliche Krankheitszeichen sind eine Verdickung der Wand der linken Herzkammer (Ventrikel), die sowohl global als auch regional sein kann, eine Verdickung der Papillarmuskeln, eine systolische Vorwärtsbewegung der Mitralklappe (systolic anterior movement, SAM), schließlich eine Vergrößerung der linken Herzkammer und letztendlich Herzschwäche und Herzversagen. Der Tod durch HCM kann durch drei Mechanismen erfolgen: durch plötzlichen Herztod, wie z. B. durch Rhythmusstörungen und Kammerflimmern, durch Herzversagen (Symptome sind Herzrasen, beschleunigte Atmung, Kurzatmigkeit, Lungenödem und Pleuraerguss) oder durch Thrombenbildung, einerseits im linken Vorhof durch abnorme Blutflüsse und den Rückstau des Blutes mit Erweiterung des Vorhofs und verlangsamtem Blutfluss, andererseits in der Kammer bei hochgradiger Erweiterung und Herzschwäche. Die Thromben im Vorhof können abgelöst und in den arteriellen Kreislauf verschleppt werden (so kommt der sog. Sattelthrombus an der Aufzweigung der Becken- und Beinarterien mit Lähmung der Hinterbeine zustande). Die echokardiographische Untersuchung war bisher die einzige Möglichkeit, die Krankheit sicher zu diagnostizieren. Diese Untersuchung ist allerdings erst im Alter von einigen Jahren sinnvoll, wenn bereits krankhafte Veränderungen des Herzens aufgetreten sind.

Seit einigen Jahren gibt es einen GEN Test mit dem man feststellen kann ob eine GEN Mutation vorliegt wodurch es zur HCM Erkrankung kommen kann.

 

Die Spinale Muskelatrophie SMA

ist eine Motoneuronenerkrankung, d.h. eine Erkrankung der Nervenzellen. SMA beeinträchtigt alle Muskeln des Körpers, wobei die sogenannten proximalen Muskeln häufig am schwersten betroffen sind. Die Spinale Muskelatrophie bei der Maine Coon Katze ist dem SMA Typ III beim Menschen sehr ähnlich.
Betroffene Katzen zeigen bereits im Alter von rund 12 Wochen auftretenden Muskelschwund und Muskelschwäche verbunden mit einer Degeneration der spinalen Motoneurone. An Spinaler Muskelatrophie erkrankte Katzen zeigen eine fortschreitende Instabilität des Ganges und Haltungsabnormalitäten, die man der symmetrischen Schwächung und dem Schwund der Proximalen Muskeln zuordnen kann.
Die Symptome der SMA treten schon in der frühen Jugend auf und führen zu einer fortschreitenden Behinderung und einer unterschiedlichen Verkürzung der Lebenszeit.

 

Pyruvatkinase Defizienz (PK)

Bei dieser Erkrankung, die auch beim Mensch und Hund vorkommt, fehlt den roten Blutkörperchen das Enzym Pyruvat-Kinase, welches für die Energiegewinnung der Erythrozyten wichtig ist.
Aufgrund einer beeinträchtigten Glykolyse in den Erythrozyten ist ihre Lebensdauer stark verkürzt, wodurch eine chronische, regenerative hämolytische Anämie hervorgerufen wird.
Betroffene Tiere können neben immer wiederkehrenden Symptomen der Anämie wie blassen Schleimhäuten, Schwäche und Müdigkeit auch schwere „hämolytische Krisen“ mit Gelbsucht und Fieber entwickeln. Die Anzahl der roten Blutkörperchen kann von normal bis hochgradig vermindert sein. Verdächtig ist eine erhöhte Zahl juveniler Erythrozyten bei einer normalen Erythrozytenzahl. Gelegentlich ist eine vergrößerte Milz tastbar. Aufgrund des unterschiedlichen Krankheitsbildes ist es wichtig, dass eine Pyruvatkinase-Defizienz in Betracht gezogen wird, wenn die Routinelaboruntersuchungen nicht zu einer Diagnose führen.
Da es bisher leider keine spezifische Therapie für die PK-Defizienz gibt, ist die zuchthygienische Vorbeugung wichtig. Zeigt ein erkranktes Tier eine schwere Anämie, können Bluttransfusionen lebensrettend sein. Daher ist die Durchführung einer Blutgruppenbestimmung ebenfalls wichtig. Bei betroffenen Tieren sollte sowohl Stress, als auch Risiken von Infektionen vermieden werden, da dadurch möglicherweise hämolytische Krisen ausgelöst werden können.

Der Erbgang ist autosomal rezessiv.

 

Wußtet Ihr …………

Was aber kaum jemand weiß der sich in den letzten Wochen mit Husten und Schnupfen herumplagte, diese Grippe führt nicht nur bei uns Menschen zu den allseits bekannten Symptomen sondern auch unsere geliebten Fellnasen können sich bei uns anstecken

„Es kann sein, dass Kreuzreaktionen bei Katze und Mensch auftreten“, sagt Tierarzt Dr. Günter Korte. Dabei sei es wahrscheinlicher, dass sich die Katze beim Menschen ansteckt als andersherum. „Vereinzelt haben sich Menschen aber auch schon bei Katzen angesteckt.“ Andere Haustiere seien von dem Ansteckungsrisiko mit dem Influenza-Virus allerdings nicht betroffen. „Hunde können sich beispielsweise nicht bei ihrem Herrchen mit der Grippe infizieren“, so Korte.

„Ein Tierarzt sollte dann aufgesucht werden, wenn bei der Katze eine Störung des Allgemeinbefindens vorliegt, das heißt, wenn sie müde und schlapp wirkt, nicht mehr fressen will“, sagt Korte. Mit einer normalen Erkältung sollte das Tier aber auch von selbst fertig werden. „Für die Katze ist eine Influenza-Infektion auch nicht schlimmer als beim Menschen. Da müssen sich die Haustierhalter keine Sorgen machen.“

Ansteckungsrisiko

Die Ansteckungsgefahr zwischen Mensch und Wohnungskatze gering zu halten, sei fast nicht möglich, so der Tierarzt. „Abstand zu halten, hilft eigentlich nicht. Die Katze wird nicht krank, wenn sie ein gutes Immunsystem hat.“ Erkrankte sollten aber auch nicht unbedingt die Nähe zum Tier zu suchen. Zwischen den Tieren selbst, sei das Ansteckungsrisiko jedoch größer als zwischen Mensch und Katze. Der Tierarzt empfiehlt Besitzern mehrerer Katzen, verschiedene Futternäpfe zu benutzen, wenn ein Tier erkrankt ist.